Banner-2016-bunt

 

Was ist Kinesiologie?

Kinesiologie ist ein naturwissenschaftliches Forschungsgebiet und vereint jahrtausendealtes Erfahrungswissen (z. B. Akupunktur, Meridianlehre) und die modernen westlichen Geistes- und Naturwissenschaften (Psychologie, Philosophie, Erziehungswissenschaft, Gehirnforschung, Ernährungs- und Bewegungslehre).

Dem Wort nach bedeutet Kinesiologie (Griechisch: “kinesis” = Bewegung und “logos” = Lehre) die Lehre von der Bewegung und beschäftigt sich im engeren Sinne mit dem Zusammenspiel der Nerven, Muskeln und Knochen in ihrem Einfluss auf die Körper-haltung und Bewegungsabläufe. Darüber hinaus arbeitet die Kinesiologie mit der seelischen, geistigen und übergeordneten spirituellen Ebene. Ihr Ziel ist es, Bewegung in festgefahrene Emotionen, Denkweisen, Glaubenssätze und Verhaltensmuster zu bringen, um den Menschen seine Balance, seine Mitte und seinen Platz im Leben finden zu lassen. Somit haben wir es mit Bewegung auf allen Ebenen zu tun.

Wurzel der Kinesiologie: Die Chinesische Meridianlehre

Die Kinesiologie beruht auf der Traditionellen Chinesischen Medizin  (TCM) und wirkt wie Akupunktur ohne Nadeln!

Dabei werden die Akupunkturpunkte berührt, massiert oder leicht geklopft, um  gestaute Energie wieder ins Fließen zu bringen und die zugehörigen Muskeln zu stärken.

Das Energiemodell der chinesischen Akupunkturlehre beruht auf den Beziehungen zwischen den so genannten Energiebahnen im Körper (Meridianen) und  bestimmten Organen. Man geht davon aus, dass die Chinesen die Existenz eines menschlichen Energiesystems vor ca. 5000 Jahren entdeckten, das die energetische Information im ganzen Körper verteilt. Die Chinesen nannten dieses Energiesystem Chi, es ist aber auch unter den Begriffen Lebenskraft, Ki, Prana und Lebensenergie bekannt. Die Akupunktur basiert auf der Veränderung dieser Lebensenergie durch die Stimulation bestimmter Punkte mit Hilfe von Nadeln entlang der zwölf als Meridiane bekannten Hauptenergiebahnen. Jeder der Meridiane verläuft durch ein bestimmtes Organ wie z. B.  Lunge, Herz oder Magen. Die Meridiane sind untereinander ‘vernetzt’, so dass das Chi von einem Meridian zum nächsten wandert und so durch den ganzen Körper zirkuliert.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Liste von 104 Krankheiten veröffentlicht, die mit Akupunktur behandelbar sind. Akupunktur wird weltweit praktiziert und ist sogar als alternative Anästhesiemethode bei Operationen anerkannt.

Anfänge der Kinesiologie

Eigentlicher Begründer der modernen Kinesiologie (schon Hippokrates verwendete einen Muskeltest um neurologische Verletzungen an Soldaten zu diagnostizieren) ist der amerikanische Arzt und Chiropraktiker Dr. George Goodheart. Sein Verdienst war, den Muskeltest als diagnostisches Mittel in die funktionelle Medizin eingeführt zu haben. Der innovative Arzt entdeckte in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts Zusammenhänge zwischen dem alten Wissen der TCM und dem Muskeltest aus der Physiotherapie. Er fand die im menschlichen Körper existierenden Zusammenhänge zwischen der einzelnen Muskelfunktion und

  • den Meridianen der Akupunkturlehre
  • bestimmten Reflexzonen
  • Nahrungsmitteln und
  • Emotionen.

Er fand heraus, dass bestimmte Muskeln in Verbindung mit bestimmten Organ- erkrankungen schwach waren. Emotionaler Stress und Umwelteinflüsse erwiesen sich als potentielle Auslöser für Muskelschwäche, die jedoch z. B. durch das Berühren bestimmter Körperpunkte wieder stark wurden.

Goodheart erkannte unseren Körper als einzigartiges Biofeedbacksystem, welches Erfahrungen, Gefühle und Bewegungen in Muskelfunktionen speichert.

Herzstück der Kinesiologie: Der Muskeltest

Wir reagieren auf Eindrücke von außen auch mit unserer Körperhaltung bzw. Muskulatur. In einer angenehmen Umgebung entspannen wir uns und in Stresssituationen verkrampfen wir bzw. sind angespannt. Oft könnten wir bei Freude und Glück in die Luft springen, während wir in traurigen und unangenehmen Situationen uns “hängen lassen” oder in uns zusammen fallen. Ebenso wie auf diese bewussten Einflüsse, reagieren wir auch auf unbewusste Einflüsse (Strahlung, Nahrungsmittel, emotionaler Stress etc.) mit Körperreaktionen.

Dr. Goodheart testete die Funktion von Muskeln, indem er Druck auf bestimmte Muskeln ausübte und die Patienten um Gegendruck bat. Diese konnten den Muskel manchmal ganz leicht halten und teilweise hatten sie selbst mit der größten Anstrengung nichts entgegenzusetzen - der Muskel gab nach wie Butter. Das schien jedoch überhaupt nichts mit Kraft zu tun zu haben - ein anderes Phänomen war hier am wirken: Dr. Goodheart hatte den Muskeltest entdeckt.

Dieser so genannte Muskeltest gilt als Sprache des Körpers und dient der Kommu- nikation mit dem Körper. Mit dem Muskeltest wird auf einfache Weise festgestellt, wo im Körper der Energiefluss blockiert ist. Bei den meisten Menschen sind am leich- testen die Armmuskeln zu testen. Ein Muskel, der nach einem sanften Druck hält, signalisiert Zustimmung. Es geht um etwas Sicheres, Bekanntes und Automatisiertes und eine Frage gilt als positiv beantwortet (es liegt genügend Energie vor). Ein Muskel, der nachgibt, weist auf etwas Unbekanntes, noch nicht Gelerntes hin. Es kann sich dabei auch um eine Überforderung oder um zu viel Stress handeln.

Durch sanfte Muskeltests können Probleme, Ängste und Blockaden aufgespürt und auf effektive Weise energetisch gelöst werden. Dabei werden durch Ausgleich des Körper- Seele-Geist-Systems die Selbstheilungskräfte aktiviert. Unser Körper und unsere Muskeln sprechen eine deutliche Sprache!

Die Zuverlässigkeit des Muskeltests wurde an 10.000en von Menschen bestätigt!

Was der Muskeltest (Stresstesten!) leisten kann und was nicht

Mit dem Muskeltest kann man dem Körper Fragen stellen. Ein starker Muskel bedeutet Ja, ein schwacher Muskel sagt Nein. Das Grundprinzip: Stress schaltet Muskeln ab, d. h. in ausgeglichenem Zustand fließt die Meridianenergie durch den ganzen Körper, bei Stress kommt es zu Energieblockaden in den Meridianen. Der getestete Muskel bekommt ‘keinen Strom’ mehr und kann nicht halten. Dazu genügt bereits ein Ministress wie die Nennung des falschen Vornamens.

Dabei dient der Muskeltest nicht dazu, die Zukunft vorherzusagen oder dem Klienten Entscheidungen abzunehmen. Werden vom Klienten Fragen in diese Richtung geäußert, so wäre das Thema z. B. Angst vor zukünftigen Ereignissen oder mangelndes Vertrauen in die eigene Entscheidungsfähigkeit.

Der Muskeltest gibt Auskunft, ob Stress mit einem Thema verbunden ist oder nicht. Gearbeitet wird an dem Stress auf dem Problem, nicht an dem Problem selbst!!!

Wichtiger Hinweis (!): Wir können nur mit jemandem den Muskeltest durchführen, wenn wir seine Bereitschaft dazu haben. Muskeltesten setzt Vertrauen voraus und ein Verständnis des gemeinsamen Entdeckens, Erforschens und Unterstützens.

Warum nicht “einfach fragen?”

Eine direkte, ehrliche Frage garantiert noch keine direkte, ehrliche Antwort. Bewusste Antworten sprechen nicht von den Wahrheiten, die wir verleugnet und ins Unter- bewusstsein verdrängt haben. Eine wahrhaft direkte, ehrliche Antwort muss beides enthalten, sowohl das, was das bewusste Denken jetzt gerade glaubt, als auch das, was das unterbewusste Denken aufgrund von vergangener ANGST, SCHMERZ oder ANGST VOR SCHMERZ verleugnet. Eine direkte, ehrliche Antwort muss unsere gesamte Lebenserfahrung enthalten.

Ein Schüler könnte sich z. B. auf der bewussten Ebene vornehmen: “Ich schreibe eine gute Note in Mathe.” Trotzdem, unter dieser bewussten Annahme könnte die unterbewusste Überzeugung liegen, dass er ein guter Schüler sein muss, um von Mama und Papa geliebt zu werden oder er glaubt aufgrund zahlreicher schlechter Noten schon unbewusst, dass er dumm ist.

Was geschieht, wenn das bewusste und das unterbewusste Denken solch einen Konflikt haben? Unentschlossenheit, Verwirrung, Selbstzweifel, negative Erwartung und Versagen - unbewusst wird man zukünftig in die Vermeidung entsprechender Situationen gehen und der Teufelskreis nimmt seinen Lauf...

Mit Hilfe des Muskeltests beschäftigt man sich mit allen Ebenen der Erkenntnis.  Dadurch wird die Kommunikation und Übereinstimmung zwischen diesen Ebenen gefördert, so dass positive Veränderung tatsächlich stattfinden kann. Über den Muskeltest findet sich der individuelle, passende Weg zum Ausgleich des Energieflusses. Auf diese Weise können Selbstheilungskräfte und Selbst- erkenntnisprozesse angeregt werden.

Geschichte der Kinesiologie

Mit der Entdeckung des Muskeltests geschah die Geburtsstunde der Kinesiologie. Anfangs gab Dr. Goodheart seine Erkenntnisse nur im Kollegenkreis weiter, bis sich ab 1964 unter der Bezeichnung “Applied Kinesiology” (Angewandte Kinesiologie) diese neue Fachrichtung etablierte. Die anfängliche Weiterentwicklung der Applied Kinesio- logy  wurde von John Diamond, einem australischen Arzt und Psychiater und Roger Callahan, einem amerikanischen Psychologen, entscheidend geprägt.

Die “Angewandte Kinesiologie” ist eine Wissenschaft und wird am ICAK, dem “International College of Applied Kinesiology” in den USA ständig weiter erforscht. DAS ICAK nimmt nur Studenten mit medizinischem oder naturwissenschaftlichem Hintergrund auf und setzt eine vierjährige medizinische Ausbildung voraus.

Wesentliche kinesiologische Richtungen

  • Touch for Health (Gesund durch Berühren)

Der Chiropraktiker Dr. John F. Thie - ein enger Mitarbeiter Goodhearts - entwickelte auf Basis der Applied Kinesiology sein System “Touch for Health” (Gesund durch Berühren). Im Touch for Health werden Chinesische Energielehre und westliche Ansätze des Verständnisses von Körper und Psyche in einzigartiger Weise verbunden. Touch for Health (TFH) ist sehr effektiv darin, Stress abzubauen und körpereigene Energien zu aktivieren. Durch verschiedene Muskeltests werden Ungleichgewichte im Energiesystem des Körpers ausfindig gemacht und falls notwendig, werden die Energien durch die sanfte Aktivierung unterschiedlicher Reflexzonen und durch Stresslösetechniken wieder ausgeglichen. Dabei macht man sich das Wissen um die Zusammenhänge zwischen Meridianen, Muskeln, Wirbelsäule, Organen, Emotionen, Akupressur, Reflexzonen und Farben zu nutze.

Das “Touch for Health” ist die Grundlage vieler heutiger Kinesiologierichtungen - es wird in mehr als 15 Sprachen und mittlerweile in mehr als 40 Ländern unterrichtet und angewandt.

  • EDU-Kinestetik (Brain Gym®- Pädagogische Kinesiologie)

Dr. Paul Dennison (Pädagoge) und seine Frau Gail Dennison waren beide Touch-for- Health-Instruktoren (Ausbilder für diese Methode). Auf diesem Grundwissen aufbauend schufen sie die Educational Kinesiology (Pädagogische Kinesiologie). Auf der Grundlage von Erkenntnissen aus der Gehirnforschung, der Neurophysiologie und der Angewandten Kinesiologie, erforschten und entwickelten sie in den letzten 20 Jahren einen völlig neuen Weg des Lernens, der über das Bewegungssystem des Menschen führt: Die "Edu-Kinestetik" (Kurzwort für "Educational Kinesiology”). "Edu- Kinestetik" ist eine ganzheitliche Methode zur Verbesserung der Lernfähigkeit und zur Förderung der Lernfreude statt Lernstress.
Der wohl bekannteste Teil dieses umfassenden Systems ist das Brain Gym®. Diese beschäftigt sich mit Lernschwierigkeiten und verwandten Problemen wie Hyper- aktivität. Dennison fiel auf, dass Schüler mit Lernschwierigkeiten durch einfache körperliche Übungen motiviert werden konnten und die Fähigkeit zu lernen sich verbesserte. Diese so genannte ‘Gehirn-Gymnastik’ regt in bestimmten Gehirnarealen die Stoffwechselvorgänge an. Dadurch wird mehr Sauerstoff in diese Bereiche transportiert und es entstehen neue neuronale Verknüpfungen zwischen den Gehirnzellen. Bildgebende Verfahren belegen den Effekt von allgemeinen Bewegungen im Gehirn deutlich.

Nutzen von Brain Gym®:

  • Entspannte Leistungssteigerung
  • Verbessertes Konzentrations- und Erinnerungsvermögen
  • Aktiveres Zuhören und Verstehen in verschiedenen Kontexten
  • Erhöhte Kreativität
  • Integriertes persönliches Auftreten
  • Organisierter planen und agieren
  • Klarer im Denken und Handeln
  • Stressfreie Kommunikation mit Einzelnen und in der Gruppe
  • Ausgeglicheneres Verhalten
  • Gelassener im Umgang mit schwierigen Personen/Situationen
  • Freies Sprechen vor Gruppen, stressfreie Präsentationen
  • Verbesserte Umsetzung von Ideen
  • Erhöhte Leistungsfähigkeit

Mittlerweile belegen zahlreiche wissenschaftliche Studien die positiven Auswirkungen von Brain Gym® auf die kognitive Leistungsfähigkeit.

  • 3 in 1 concepts (Emotionale Kinesiologie)

Der Begründer der “Emotionalen Kinesiologie”, Gordon Stokes, war ebenfalls Touch- for- Health-Instruktor. Unter Einbeziehung seines beruflichen Hintergrundes kreierte er das Three in One Concept für die emotional-psychische Ebene. Im ‘3 in 1 Konzept’ wird mit Hilfe des Muskeltests die Ursache für emotionale Belastungen und Fehlverhalten ge- sucht. Die emotionale Kinesiologie geht davon aus, dass gegenwärtige Probleme ihre Ursache sehr häufig in der Vergangenheit - vor allem in der Kindheit - haben. Probleme  in der Gegenwart erinnern oft unbewusst durch unangenehme Gefühle oder körperliche Symptome an das ursprüngliche Erlebnis. Auf der Lebensreferenzlinie werden das Alter des Entstehens und die Hintergründe des Problems herausgefunden. Mit verschiedenen Ablösetechniken wird die damalige Situation positiv verändert, so dass positives Denken und Handeln möglich wird.

Stokes’ einzigartige Synthese von Angewandter Kinesiologie, Akupressur und Ver- haltensgenetik wird weltweit gewürdigt.

Allen Urhebern (Goodheart, Thie, Dennison, Stokes) ist die Intention gemeinsam, für Menschen Hilfe zur Selbsthilfe durch kinesiologische Techniken an die Hand zu  geben.

Ziele der Kinesiologie

Bei schwerwiegenden Problemen, die viel Lebensstress erzeugen, kann eine kinesiolo- gische Sitzung vielleicht nicht dieses Problem verschwinden lassen. Aber sie kann Stress reduzierend wirken, so dass man wieder lösungsorientierter denken kann. Die schnellen Interventionen sowie hilfreichen Strategien der Kinesiologie ermöglichen den Menschen ihre Stresstoleranzen zu erhöhen und die erschöpften Ressourcen zu erneuern. Kurz- und langfristige Stressbewältigung durch Identifizierung und Befreiung von Stressoren ist die Zielausrichtung dieser Methode. So wird der Zugang zu unserem eigentlichen Talentpotential Schritt für Schritt ermöglicht.

Kinesiologie aktuell!!!

Ab Herbst 2011 gibt es den Studiengang Bachelor of Science - Komplementärtherapie unter anderem in der Fachrichtung Kinesiologie an der Steinbeis-Hochschule in Berlin!

Mit dieser Information möchte ich verdeutlichen, dass sich mittlerweile die Wissen- schaft stark mit energetischen Verfahren befasst und der Unsicherheit entgegenwir- ken, die aufgrund von Informationsmangel über Kinesiologie in der Öffentlichkeit herrscht und diese daher oft fälschlicherweise in der unglaubwürdigen esoterischen Ecke landet.

Fotolia_8633102_XS

 

Stefanie Marz

An der Eselshaut 9

67435 Neustadt

Telefon

06321/9595945

lernen-marz@gmx.de

 

[Startseite] [Angebotspakete] [Lernprobleme] [Lern-Coaching] [Kinesiologie] [Zu meiner Person] [Workshops] [Veröffentlichungen] [Kontakt] [Impressum]